Ein internes Memo hat erste Details zu Ubisofts neuer Tochtergesellschaft enthüllt, die in Zusammenarbeit mit TenCent gegründet wird. Die Informationen kamen nur wenige Tage nach der offiziellen Ankündigung ans Licht – offenbar noch bevor alle rechtlichen Fragen geklärt wurden.
TenCent übernimmt 25 % der Anteile
Laut der ursprünglichen Ankündigung hat sich TenCent bereit erklärt, 25 % der Anteile an der Tochtergesellschaft zu übernehmen. Ubisoft behält jedoch weiterhin die Rechte an seinen wichtigsten Spielereihen, darunter Tom Clancy’s Rainbow Six, Assassin’s Creed und Far Cry. Die Tochtergesellschaft erhält lediglich eine Lizenz, um diese Franchises weiterzuentwickeln.
Welche Ubisoft-Studios wechseln zur neuen Tochtergesellschaft?
Laut Insider Gaming enthält das geleakte Memo die folgenden Informationen:
„Sobald die Vereinbarung von den zuständigen Behörden bestätigt wird, werden unsere Studios in Quebec, Saguenay und Sherbrooke vollständig in die neue Einheit überführt. Unsere Projektteams in Montreal werden zwischen der neuen Einheit und der aktuellen Ubisoft-Organisation aufgeteilt. Unsere Studios in Toronto, Winnipeg sowie Red Storm und Blue Mammoth bleiben in der aktuellen Organisation.“
Dies widerspricht teilweise der ursprünglichen Ankündigung, in der es hieß, dass die Studios in Montreal, Quebec, Sherbrooke, Saguenay, Barcelona und Sofia in die Tochtergesellschaft überführt werden.
Das Memo wurde von Christopher Derenne verfasst, der als Managing Director für Zone 1 aufgeführt ist. Zuletzt war Derenne als General Manager von Ubisoft Montreal bekannt. Es ist möglich, dass er nur für die kanadischen Studios verantwortlich ist, weshalb das Memo keine Informationen zu den europäischen Ubisoft-Standorten enthält.
Warum hält Ubisoft Informationen zurück?
Es ist unklar, wie viel Ubisoft bereits geplant hat und warum nicht alle Details kommuniziert werden. Es könnte sein, dass Ubisoft absichtlich nur langsam Informationen veröffentlicht, um Unruhe in der Spieleindustrie und an den Märkten zu vermeiden.
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Laut früheren Gerüchten verhandelte das Management der Guillemot-Familie über mehrere verschiedene Deals mit TenCent, die der chinesische Tech-Gigant aber abgelehnt haben soll. Falls diese Berichte stimmen, könnte dies der Kompromiss sein, auf den sich beide Seiten schließlich geeinigt haben.
Obwohl TenCent keine direkte Kontrolle über die Tochtergesellschaft hat, könnte das Unternehmen dennoch entscheidenden Einfluss auf Ubisofts erfolgreichste Marken gewonnen haben. Wie sich diese neue Struktur auf die Zukunft von Assassin’s Creed, Far Cry und Co. auswirken wird, bleibt abzuwarten.
Quelle:https://insider-gaming.com/ubisofts-plan-for-the-ubisoft-tencent-subsidiary-detailed/
Das mit TenCent klingt interessant. Mal sehen, was das für die Spiele bedeutet.
Es scheint, dass Ubisoft viel plant. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird.